17 neue LKW-Führerscheine für die Feuerwehren der VG Selters


Die Aufgabenvielfalt der Feuerwehren wird immer umfassender. Auch die Fahrzeuge für die Feuerwehren entwickeln sich stetig weiter und werden an die neuen Anforderungen angepasst. Da bleibt es nicht aus, dass auch die Fahrzeuge größer und schwerer werden. Das Problem: Die jungen Einsatzkräfte dürfen lediglich Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 3,50 Tonnen fahren. 

Neue Fahrzeuge im Feuerwehrsektor überschreiten zum Großteil diese Gewichtsgrenze. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit dem sogenannten „Feuerwehrführerschein“ hier ein wenig Abhilfe geschaffen. So können Feuerwehrkräfte mit eigenem Feuerwehrpersonal ausgebildet werden, damit Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,50 Tonnen gefahren werden dürfen.

„Wir müssen allerdings zur Kenntnis nehmen, dass die Fahrgestelle der Fahrzeughersteller u.a. durch die gestiegenen Anforderungen zur Minimierung der Abgaswerte ebenfalls immer schwerer werden.“, so der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Selters, Tobias Haubrich.

Feuerwehrfahrzeuge, die bislang auf einem 7,50 Tonnen Fahrgestell realisiert werden konnten, müssen inzwischen – mit identischem Fahrzeugaufbau – auf einem 10 Tonnen Fahrgestell aufgebaut werden.  

So müssen künftig nicht nur in den Stützpunktwehren Selters, Herschbach und Freilingen Fahrerinnen und Fahrer mit der Führerscheinklasse C ausgebildet werden, sondern auch bei den Feuerwehreinheiten Hartenfels, Krümmel-Sessenhausen und Marienrachdorf besteht aufgrund noch zu beschaffender Fahrzeuge reger Bedarf.

Die Verbandsgemeinde Selters hat daher frühzeitig reagiert und bereits vor Auslieferung der Fahrzeuge mit der Führerscheinausbildung begonnen.

Ein Großteil der Ausbildung kann mit einem eigenen Tanklöschfahrzeug absolviert werden, da in diesem Fahrzeug eine entsprechende Pedalerie für die Fahrschulausbildung verbaut ist. „So können wir Kosten einsparen und die Einsatzkräfte direkt auf unserem Tanklöschfahrzeug ausbilden“, ergänzt der stellvertretende Wehrleiter Nicki Ahlborn.

Die Ausbildung auf dem Feuerwehreigenen und dem Fahrschulfahrzeug fand in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Oliver Oster statt.