Verbrennen von pflanzlichen Abfällen verboten!


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den letzten Tagen kam es im Bereich der Verbandsgemeinde Selters leider wieder zu einigen Vorfällen  zum widerrechtlichen Verbrennen von pflanzlichen Abfällen. Sämtliche bekannten Fälle wurden auch ausnahmslos zur Anzeige gebracht. Besonders schwerwiegend war in einigen der Fälle dabei, dass eh schon per Gesetz verbotene Verbrennungsvorgänge  in Zeiten extremer Trockenheit und Waldbrandgefahr ausgeführt wurden. Allen bekannten Verursachern drohen nunmehr empfindliche Geldstrafen seitens der zuständigen Unteren Abfallbehörde.

In diesem Zusammenhang verweisen wir deshalb nochmals auf ein Schreiben der Kreisverwaltung vom 16.09.2019:

Demnach besteht nach § 17 Absatz 1 Satz 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz eine Überlassungspflicht von Abfällen aus privaten Haushaltungen. Dies schließt sämtliche Grünabfälle ein. Nach den weiteren Bestimmungen des besagten Gesetzes ergibt sich zudem auch eine Überlassungspflicht für entsprechende Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen vornehmlich aus Gewerbe und Landwirtschaft.

Ein Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist unter Beachtung sowohl der abfallrechtlichen Regelungen als auch der Landesverordnung über das Verbrennen pflanzlicher Abfälle in unserem Kreisgebiet demnach unzulässig.

Ein derartiges Verbrennen kann noch zulässig sein, wenn die jeweiligen Pflanzen von Krank-heitserregern befallen sind und/oder deren Samenausbreitung verhindert werden soll und ein Transport des Materials zur Entsorgung zu einer weiteren Verbreitung des Krankheitserregers und/oder einer ungewünschten Samenstreuung führen würde. Sollte ein derartiger Ausnahmefall vorliegen, ist der Sachverhalt vom Abfallerzeuger vorher der zuständigen Verbandsgemeinde-verwaltung darzulegen.

Seitens der Kreisverwaltung wird weiterhin darauf hingewiesen, dass pflanzliche Grünabfälle zweimal im Jahr (je max. 2 m³) im Rahmen der Straßensammlung durch den Westerwaldkreis Abfallwirtschafts Betrieb (WAB) bei privaten Haushalten separat abgefahren werden (Holsystem). Ausgenommen von dieser Grünabfuhr sind lediglich Wurzelstöcke, Baumstämme und Äste mit einer Stärke von mehr als 12 cm. Diese können entweder auf dem Grundstück selbst verwertet werden oder sind alternativ dem WAB zur weiteren Verwertung auf den Deponiestandorten in Meudt und/oder Rennerod anzudienen (Bringsystem). Darüber hinaus können alle pflanzlichen Grünabfälle natürlich auch über die sogenannte Biotonne mittels der 2-wöchentlichen Abfuhr entsorgt werden. (Holsystem).

Können Grünabfällen aus Landwirtschaft und Gewerbe nicht in eigenen Anlagen beseitigt werden und/oder sollte es sich um ein Material handeln, welches auch der WAB nicht an- bzw. übernimmt haben die Abfallerzeuger zu prüfen, ob die Möglichkeit der Entsorgung durch eine private Entsorgungsfirma gegeben ist.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Verbandsgemeindeverwaltung Selters

Fachbereich 2, Umwelt- und Naturschutz


Ein Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist unter Beachtung sowohl der abfallrechtlichen Regelungen als auch der Landesverordnung über das Verbrennen pflanzlicher Abfälle in unserem Kreisgebiet demnach unzulässig.


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