Rathaus der Verbandsgemeinde Selters
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FEUERWEHR

Einweihung von TLF 4000 und Wechselladerfahrzeug

Mit der feierlichen Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeugs (TLF) 4000 der Feuerwehr Selters, der Vorstellung des neuen Wechselladerfahrzeugs der Firma Schütz sowie der offiziellen Indienststellung der neuen Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) am Feuerwehrstandort Selters wurden gleich drei bedeutende Meilensteine für den Brand- und Katastrophenschutz in der Verbandsgemeinde Selters erreicht.

Wehrführer Gert Freund begrüßte neben Bürgermeister Oliver Götsch und der Ersten Kreisbeigeordneten Gabriele Wieland auch Vertreter der Firma Schütz, Kirchengemeinden sowie aus der Politik.

Götsch bedankte sich in seiner Rede für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Westerwaldkreis und der Firma Schütz. „All die Technik kann aber nur helfen, wenn es ausreichend Einsatzkräfte gibt, die sie auch bedienen können“, führte Götsch in seiner Rede weiter aus und ging dabei auf den hohen Ausbildungsstand der rund 75 aktiven Einsatzkräfte der Feuerwehr Selters ein.

Modernes Tanklöschfahrzeug für den überörtlichen Einsatz

Nach einer intensiven Planungs- und Beschaffungsphase konnte die Feuerwehr Selters ihr neues Tanklöschfahrzeug 4000 offiziell in Dienst stellen.

Nach erfolgreicher europaweiter Ausschreibung erfolgte die Auftragsvergabe im Frühjahr 2024. Nach rund zwei Jahren Lieferzeit konnte das Fahrzeug Anfang des Jahres schließlich beim Hersteller abgeholt werden.

Das Fahrzeug basiert auf einem MAN-Fahrgestell mit 320 PS. Das ursprünglich für ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 Tonnen ausgelegte Fahrgestell wurde entsprechend der zum Zeitpunkt der Planung geltenden Landesvorgaben auf 16 Tonnen abgelastet. Den feuerwehrtechnischen Aufbau fertigte die Firma Magirus aus Ulm.

Zur Ausstattung gehören ein Löschwasserbehälter mit 4.000 Litern Fassungsvermögen, ein 500 Liter fassender Schaummitteltank sowie eine integrierte Schaumzumischanlage. Das Fahrzeug dient in erster Linie dem Transport großer Mengen Löschwasser und wird künftig nicht nur innerhalb der Verbandsgemeinde Selters, sondern auch bei überörtlichen Einsätzen im Westerwaldkreis und darüber hinaus eingesetzt.

Mit dem neuen TLF 4000 wird das bisherige Tanklöschfahrzeug 24/50 aus dem Baujahr 1990 ersetzt.

Die Gesamtkosten für die Beschaffung belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Anschaffung mit 110.000 Euro. Die verbleibenden Kosten werden gemeinsam von der Verbandsgemeinde Selters und dem Westerwaldkreis getragen, wobei sich der Landkreis mit der Hälfte der nach Abzug der Landesförderung verbleibenden Kosten beteiligt.

Neues Wechselladerfahrzeug für die Firma Schütz

Ebenfalls offiziell vorgestellt wurde das neue Wechselladerfahrzeug der Firma Schütz, das künftig einen wichtigen Beitrag zur Logistik im Brand- und Katastrophenschutz leisten wird.

Das Fahrzeug basiert auf einem MAN-Fahrgestell mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 32 Tonnen und einer Motorleistung von 520 PS. Der Wechselladeraufbau stammt von der Firma HIAB. Für den Einbau der Funktechnik sowie der Sondersignalanlage zeichnete die Firma BOS-Systemtechnik aus Boppard verantwortlich.

Das Fahrzeug dient insbesondere dem Transport verschiedener Abrollbehälter. Hierzu zählen vor allem der Abrollbehälter Sonderlöschmittel sowie der Löschroboter der Firma Schütz, die insbesondere bei Industrie- und Großschadenslagen wertvolle Unterstützung leisten können.

Mit der Indienststellung ersetzt das neue Fahrzeug das bisherige Wechselladerfahrzeug aus dem Jahr 2001 und sorgt für eine deutliche Modernisierung der logistischen Möglichkeiten.

Neue Feuerwehreinsatzzentrale stärkt die Einsatzführung

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Selters ist die Inbetriebnahme der neuen ortsfesten Feuerwehreinsatzzentrale am Standort Selters.

Bislang wurde der Funkverkehr im Einsatzgeschehen über die Einsatzleitwagen der Feuerwehrstandorte Selters und Herschbach abgewickelt. Mit der Einführung der digitalen Alarmierung sowie den geänderten Vorgaben der Feuerwehrverordnung wurde die Einrichtung einer stationären Feuerwehreinsatzzentrale erforderlich.

Die bisherige Aufteilung der Verbandsgemeinde mit den beiden Einsatzbereichen Selters und Herschbach bleibt dabei unverändert bestehen. Die neue FEZ ermöglicht künftig eine noch effizientere Koordination von Einsätzen sowie eine verbesserte Unterstützung der Integrierten Leitstelle insbesondere bei größeren Schadenslagen.

Für die Einrichtung der Feuerwehreinsatzzentrale wurden rund 90.000 Euro investiert. Beim Land Rheinland-Pfalz wurde eine Förderung in Höhe von rund 16.600 Euro beantragt. Darüber hinaus beteiligt sich der Westerwaldkreis an der Finanzierung von zwei Arbeitsplätzen, die insbesondere für die Bewältigung von Großschadenslagen im Kreisgebiet vorgesehen sind.

Investitionen in die Sicherheit der Bevölkerung

Mit den drei Projekten investiert die Verbandsgemeinde Selters gemeinsam mit ihren Partnern gezielt in eine leistungsfähige und zukunftssichere Gefahrenabwehr. Moderne Einsatzfahrzeuge und eine leistungsfähige Feuerwehreinsatzzentrale verbessern die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr erheblich und tragen dazu bei, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger auch künftig auf hohem Niveau sicherzustellen.

Die Indienststellung der neuen Fahrzeuge und der Feuerwehreinsatzzentrale ist zugleich Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde Selters, dem Westerwaldkreis, dem Land Rheinland-Pfalz, den Feuerwehren sowie den beteiligten Unternehmen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland verstärkte dies in ihrem Grußwort: „Der Dreiklang zwischen der Verbandsgemeinde Selters, dem Westerwaldkreis und der Firma Schütz ist sicherlich einmalig und eine Erfolgsgeschichte im Westerwald.“

Sie bildet eine wichtige Grundlage dafür, den stetig wachsenden Anforderungen im Brand-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutz auch in Zukunft erfolgreich begegnen zu können.


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